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Er sieht ein bisschen aus wie Wladimir Putins reiferer Bruder. Wjatscheslaw Lawrow kommt auch tatsächlich aus Moskau, aber er macht am Gymnasium Unterrieden keine Politik, sondern unterstützt Herrn Maier im neuen Fach "Naturwissenschaft und Technik" in Klasse 11. Der gelernte Maschinenbau-Ingenieur hat in den letzten Wochen des vorigen Schuljahrs diesen Otto-Motor aus einem schrottreifen Nissan Micra für den Unterricht aufbereitet und auf ein fahrbares Eisengestell montiert. An diesem und einer ganzen Reihe weiterer Motoren sollen die Elftklässler herausfinden, was die Welt bewegt - bzw. etwas bescheidener: wie Bewegungsenergie entsteht. |
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Das ist Herrn Lawrows Hätschelkind - ein selbst gebauter Stirling-Motor. Wenn man den luftgefüllten Kolben erhitzt, bringt es das kleine Maschinchen auf 800 Umdrehungen pro Minute. |
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Mit der Esbit-Flamme will es nicht recht gelingen. Auch der Gasanzünder kann nicht genug Energie erzeugen. Erst als Herr Maier dem Stirling-Kolben mit der Lötlampe zu Leibe rückt, schnurrt das Motorchen und will gar nicht mehr zur Ruhe kommen. Im Laufe des nächsten halben Jahres werden die Elfer in Theorie und Praxis unterschiedliche Motoren kennen lernen. Die Parallelgruppe wird von Herrn Vetter unterdessen in Astronomie unterrichtet. Im zweiten Halbjahr wechseln dann die beiden Gruppen, damit auch die Sterngucker die Funktionsweise des Stirling-Motors studieren können. |