Auf den Spuren von Gregor Mendel

An der Erbse konnte der Mönch Gregor Mendel (1822-1884) die Gesetze der Vererbung nachweisen. Obwohl seine Lieblingspflanzen die Fuchsien waren, zog er für seine Versuche die Erbsen vor, weil sie sich besser eigneten.


Mendel scheiterte mehrfach an der Lehramtsprüfung, was ihn aber nicht daran hinderte, 14 Jahre lang an der Staats-Realschule in Brünn als Lehrer zu wirken. Er bezeichnete diese Zeit als die glücklichste seines Lebens.


Mendel brauchte 355 künstliche Befruchtungen, um daraus 12.980 Bastardpflanzen zu ziehen und so gesicherte Ergebnisse über die Regeln der Vererbung abzuleiten. Die Klasse 10a versucht den "Vater der Genetik" hier zu unterbieten.


Mendels Klostergarten war vielleicht noch ein bisschen größer als der Unterriedener Schulgarten.


Als Mendel im Jahre 1868 zum Abt des Klosters Brünn gewählt wurde, musste er den Lehrerberuf aufgeben. Er galt als milder und sehr beliebter Lehrer.


Wer die Versuchsreihe der 10a nicht abwarten will, dem seien hier schon einmal die Mendelschen Gesetze verraten:

1. mendelsches Gesetz (Uniformitätsgesetz bzw. Reziprozität)
Wenn zwei Individuen einer Art ("Eltern" oder Parentalgeneration P genannt) miteinander gekreuzt werden, die sich in einem Merkmal, für das sie reinerbig (homozygot) sind, unterscheiden, so sind die Nachkommen der ersten Generation ("Kinder" oder erste Filialgeneration F1 genannt) uniform, d.h. sowohl genotypisch als auch bezogen auf den Phänotyp gleich. Dabei ist es irrelevant, welches der beiden Individuen Mutter oder Vater darstellt (reziproke Kreuzung). (Ausnahme: Das Merkmal befindet sich auf einem Geschlechtschromosom (Gonosom). Dann kann es sein, dass die F1 nicht wirklich uniform ist!)

2. mendelsches Gesetz (Spaltungsgesetz)
Wenn die erste Nachkommengeneration untereinander gekreuzt wird, so sind die Individuen der zweiten Generation ("Enkel" oder zweite Filialgeneration, F2) nicht mehr uniform, sondern weisen wieder die Merkmale der Elterngeneration in bestimmten Zahlenverhältnissen auf.

3. mendelsches Gesetz (Unabhängigkeitsgesetz / Neukombinationsgesetz)
Zwei Merkmale werden getrennt voneinander vererbt, wobei ab der 2. Generation ("Enkel") neue, reinerbige Kombinationen auftreten können. Dieses Gesetz gilt allerdings nur dann, wenn die für die Merkmale verantwortlichen Gene auf verschiedenen Chromosomen sitzen (polyhybride Erbgänge). Liegen die Gene auf den gleichen Chromosomen, werden sie in Kopplungsgruppen vererbt.

Wer's nicht kapiert hat, möge zum Schulgarten kommen und es sich dort erklären lassen.