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Trotz zweier kurzfristiger Absagen war es Herrn Fischer gelungen, wieder sechs Vertreter unterschiedlicher Berufe auf dem Podium zu versammeln. Die Statements waren durchweg aufschlussreich und vermittelten einen lebendigen Einblick in die jeweiligen Berufsfelder. Herr Fischer begrüßte die Gäste und die zahlreich vertretene Oberstufe sowie seine Mitorganisatoren Herrn Langer und Frau Stoll. |
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Frau Hackl machte den Auftakt mit der Sozialpädagogik. Ihr Abitur machte sie am benachbarten Gymnasium in den Pfarrwiesen. Ihr Rat: sich frühzeitig Gedanken machen und Praktika absolvieren. Auch wenn die Einstellungsperspektiven nicht rosig seien, solle man sein Berufsziel mit Zuversicht verfolgen. Aussichtsreich seien insbesondere Teilzeitstellen. |
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Herr Tresp hatte seine zwei Söhne mitgebracht, die beide auf dem Unterrieden das Abitur gemacht haben. Er riet bei der Berufswahl zu antizyklischem Verhalten: den momentanen Trend überspringen und nach neuen Tendenzen Ausschau halten. Gutes Auftreten sei enorm wichtig. Ferner sei es immer gut, es auf einem Spezialgebiet zum Profi zu bringen. |
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Frau Traub klärte zunächst einmal über die Begrifflichkeit auf: Physiotherapie und Krankengymnastik seien zwei Bezeichnungen für denselben Beruf; die eine sei mehr in Ostdeutschland, die andere im Westen gebräuchlich. Von ihr kam erstmals der Rat, die jetzt noch kostenlose Ausbildung zu nutzen. Später absolviere man bis zu 90% der Kurse auf Privatschulen, was gehörig ins Geld gehen könne. Sehr aufschlussreich war der Kunstgriff, anhand der Patienten des nächsten Arbeitstages die Anforderungen des Berufes aufzuzeigen. |
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Markus Heller, Abi 94 am Unterrieden, wollte ursprünglich Architekt werden, wechselte dann aber zum Bauingenieurwesen. Räumliches Vorstellungsvermögen sei eine wichtige Voraussetzung für diese Berufssparte. Sehr klar kam in seinem Statement zum Ausdruck, wie wichtig bei der Abwicklung von großen Bauprojekten Professionalität und Belastbarkeit sind. Man möchte wünschen, dass die Oberstufe da besonders gut zugehört hat. |
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Auch Dr. Axel Altvater ist ein "Unterriedener"; einige Jahre war er Vorsitzender des Vereins der Freunde des Gymnasiums Unterrieden. "Hier im Raum ist wahrscheinlich niemand, der noch nicht beim Zahnarzt war." Mit dieser Feststellung machte er deutlich, dass niemand an diesem Beruf vorbeikommt. Die Ausbildung sei ziemlich verschult. Disziplin und Pünktlichkeit seien unabdingbar, weil man schon während der Ausbildung auf Patienten losgelassen werde. "Was ihr jetzt lernt, kriegt ihr so billig nicht mehr" - da war er wieder, der Appell zu mehr Ernsthaftigkeit auf der Schule. |
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Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 - 13 hörten überwiegend interessiert zu; manchen merkte man allerdings die extrinsische Motivation an: Sie waren eigentlich nur gekommen, weil die Teilnahme zum Teil des Unterrichtsprogramms erklärt wurde. Man kann nur hoffen, dass die Botschaften der Referentinnen und Referenten verstanden wurden. |
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Das nächste Statement führte Herr Fischer mit einem Gag ein: Er richtete an die die Referentin eine längere Grußadresse in türkischer Sprache. |
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Frau Özbilgi-Zaja war von der Unterriedenerin Dr. Inge Rötlich vermittelt worden - beide miteinander befreundete Juristinnen. In ihrem Vortrag bedauerte sie die geringe Zahl von Ausländern in akademischen Berufen. Auch sie betonte, wie wichtig die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen sei. Gerade auch im Rechtswesen sei Weiterbildung das A und O. Die sich ständig wandelnde Gesetzeslage mache es außerordentlich schwer, eine Babypause einzulegen. Wenn man sich einmal einen Namen gemacht habe, müsse man dranbleiben. |
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Wie immer bedankte sich Oberstudienrat Fischer bei den Gästen für ihren unentgeltlichen Beitrag mit einem kleinen Geschenk. Danach lud er die Schülerinnen und Schüler ein, in Einzelgesprächen ihre Fragen an die Experten zu stellen. |
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Davon wurde auch hier und da Gebrauch gemacht. Der größere Teil der Oberstufe hatte sich da schon auf den Heimweg gemacht. |
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Alles in allem erlebten die Anwesenden einen interessanten Abend und bekamen viele Einblicke in die unmittelbare Praxis der jeweiligen Berufe. Bleibt zu hoffen, dass der eine oder die andere ein paar Anregungen für die eigene Berufswahl mit nach Hause nehmen konnte. |