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Karl von Frisch erhielt 1973 den Nobelpreis für die Entschlüsselung der Tanzsprache der Bienen. Der nach ihm benannte Preis wird alljährlich an die besten Abiturienten im Fach Biologie verliehen. Dabei wird die Messlatte sehr hoch angesetzt: Man muss in der Oberstufe durchgängig mindestens 14 Punkte in Biologie haben, um in den Genuss dieses Preises zu kommen. |
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50 Preisträger und -trägerinnen gab es unter den diesjährigen Abiturienten in Baden-Württemberg. Nicht alle waren im Gymnasium Unterrieden erschienen - schließlich reicht das Einzugsgebiet bis zur Deutschen Schule Moskau. |
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Prof. Dr. Hans Dieter Frey ist Vorsitzender des Verbands Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO), der den Preis ins Leben gerufen hat. In seinem Grußwort sprach er die Hoffnung aus, dass der Preis ein Ansporn sein möge für noch mehr Interesse an der Biologie und den mit ihr verwandten Disziplinen. |
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Selbstverständlich warb auch der Referent für Biologie und NwT im Kultusministerium, Herr Hans-Peter Werner, in seinem Grußwort für sein Fach und würdigte den Karl-von-Frisch-Preis als probates Mittel zur Förderung des Nachwuchses im Fach Biologie. |
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Der Festredner Prof. Dr. Dr. Ing. Hans Müller-Steinhagen griff das Stichwort auf und konterte mit dem Appell, Deutschland brauche nicht nur Biologen, sondern auch Physiker und Ingenieure. In seinem Festvortrag behandelte er ein Thema, das an seinem Institut für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart entwickelt wurde: "Strom aus der Sahara" als Antwort auf die Energiekrise in Europa. |
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Technisch sei es heute kein grundsätzliches Problem, den gesamten Strombedarf Europas mit solarthermischen Kraftwerken in der Sahara zu erzeugen und den Strom nach Europa zu transportieren. Die größten Widerstände seien politischer Natur. Allerdings sei gerade hier viel in Bewegung gekommen; das Konzept stoße angesichts der derzeitigen Erdölpreise weltweit auf große Resonanz. |
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Prof. Frey bedankte sich bei dem mit ihm befreundeten Schulleiter Josef Maier mit einem Buch dafür, dass der Verband VBIO die Ehrung und die anschließende Verbandstagung im Gymnasium Unterrieden durchführen konnte. Herr Maier wusste auch sofort, wo die "Geschichte der Biologie" ihren Platz finden würde: im 'Refugium', dem neu geschaffenen Stillarbeitsraum der Schule. |
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Rüdiger Rohrdantz, Abteilungsleiter für die naturwissenschaftlichen Fächer am Gymnasium Unterrieden, nutzte die Gelegenheit zum Gespräch mit Prof. Müller-Steinhagen, dessen Frau mehrere Jahre Elternbeiratsvorsitzende an unserer Schule war. |
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Quelle: Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung vom 11.10.2008 |