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| Die Londonfahrt der neunten Klassen begann am 14. Februar um 19:30 Uhr. Aufgeregt und voller Erwartungen bestiegen die 73 Schüler und Schülerinnen und Frau Keller, Frau Köppel, Frau Venus, Herr Fleig und Herr Rohrdantz die zwei Reisebusse und machten sich auf die lange Nachtfahrt über Belgien nach Calais, die nur von regelmäßigen Pausen unterbrochen wurde und während der für viele an Schlaf nicht zu denken war. Da es der englische Zoll sehr genau nahm, verpassten wir unsere Fähre nach Dover um fünf Minuten und mussten daher eineinhalb Stunden auf die nächste warten. |
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| Jedoch kamen wir dadurch bei Tageslicht auf der Insel an und konnten die Kreidefelsen von Dover, sowie die grüne, hügelige Landschaft Englands bewundern. |
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| Nach weiteren zwei Stunden erreichten wir unser Hotel im Stadtteil Hammersmith, wo wir unser Gepäck abgaben und von wo wir uns dann auf den für manche langen Spaziergang Richtung und durch den Hyde Park zu Speakers' Corner machten. Dabei konnten wir Sonnenstrahlen und frühlingshafte Temperaturen genießen. |
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| Nachdem einige erste Sprachversuche in Diskussionen über die unterschiedlichsten Themen mit den Vortragenden an Speakers' Corner gemacht und wir uns gestärkt hatten, ging es zurück zum Hotel - zum ersten Mal mit der Tube. |
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| Nach der komplizierten Zimmerverteilung, bei der sich herausstellte, dass wir in insgesamt vier verschiedenen Häusern untergebracht waren, bezogen wir unsere Zimmer und ruhten uns ein wenig aus, denn abends sollte ein weiterer Programmpunkt folgen - der Jack the Ripper Walk. |
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| Auf den Spuren des grausamen Mörders wurden wir zu den Originalschauplätzen geführt und lernten Ecken Londons kennen, in die wir vermutlich sonst nie gekommen wären. Totmüde fielen wir in unsere Betten. |
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| Der Montag begann mit einer mehrstündigen Sightseeingtour in unseren Bussen durch London, auf der wir einen ersten Überblick über die Großstadt bekamen und einige Anekdoten und Lieder von unserer Führerin lernten. Fotos wurden natürlich auch viele gemacht. |
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| Nach einer etwas längeren Mittagspause trafen wir uns nach der ersten eigenständigen und für alle erfolgreichen Meisterung des Londoner U-Bahn-Systems am Themse-Ufer wieder. |
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| Heute direkt gegenüber der St. Paul's Cathedral stand vor mehreren hundert Jahren das Theater, in dem Shakespeare und seine Theatergruppe auftraten. |
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| An fast genau der gleichen Stelle wurde vor gut zehn Jahren ein Nachbau dieses elisabethanischen Openair-Theaters errichtet. |
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| Dort fand für uns ein Theaterworkshop statt, ... |
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| ... bei dem wir viel Spaß hatten. |
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| Am Dienstagvormittag trafen wir endlich auf die so zahlreich in London anzutreffenden Prominenten und hatten die Möglichkeit, Fotos mit Brad Pitt, ... |
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| ... der Queen oder Albert Einstein zu machen, ... |
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| ... sowie gegen Muhamed Ali zu boxen, mit Steven Spielberg den Regiestuhl zu teilen und mit Britney Spears auf der Bühne zu stehen. Leider handelte es sich ‚nur' um Wachsfiguren bei Madame Tussaud's, jedoch wirkten sich alle täuschend echt. |
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| Auch in der Chamber of Horrors lernten viele das Fürchten, wenn sie von scheinbaren Wachsfiguren erschreckt wurden, die sich plötzlich bewegten und als lebende Menschen herausstellten. |
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| Der Nachmittag stand jedem zur freien Verfügung und viele machten auf eigene Faust in Kleingruppen die Großstadt unsicher. Einige Schüler schlossen sich den Lehrern zu einer Tour durch die Docklands zum Nullmeridian in Greenwich an. Auf dem Rückweg zum Hotel liefen wir noch durch den Fußgängertunnel unter der Themse durch, wobei wir uns sehr beeilen mussten, da wir uns noch auf den Musicalbesuch am Abend vorbereiten wollten. |
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| Das Musical ‚Chicago' war von den Musik- und Tanzdarbietungen sehr interessant und unterhaltsam, stellt sich aber teilweise als etwas schwer verständlich heraus. Als Andenken wurde nach der Vorstellung noch ein gemeinsames Gruppenbild vor dem Musicalhaus gemacht, zu dem sich einer der Hauptdarsteller ganz spontan dazugesellte. |
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| Für den Mittwoch war ein Tagesausflug nach Stonehenge und Salisbury geplant, bei dem sich das englisch Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte. Je weiter wir aus London und Richtung Westen fuhren, desto grauer und diesiger wurde es. Glücklicherweise regnete es jedoch nicht. |
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| Bei diesem Ausflug kamen wir mit der Geschichte Englands in Berührung, als wir uns die Hintergründe zum "Steinhaufen" in Stonehenge auf unseren Audio guides anhörten, die Kathedrale in Salisbury besichtigten und ein Originalexemplar der Magna Carta betrachteten. |
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| Insgesamt vergingen die Tage in London sehr schnell und schon war mit Donnerstag der letzte Tag in London gekommen. Nachdem das Gepäck im Bus verstaut worden und die Zimmer kontrolliert worden waren, machten wir uns auf den Weg zum Museumsviertel. Hier konnten wir uns entscheiden, ob wir uns eher für Technik und Maschinen im Science Museum, für Design und Kunst im Victoria and Albert Museum oder für Mensch und Natur im Natural History Museum interessierten. Am Ende des Nachmittags, bei dem viele ihr letztes Geld für Mitbringsel ausgegeben oder die letzten Postkarten geschrieben haben, trafen wir uns alle unterhalb des Big Ben wieder, um die letzte Fahrt in der Londoner Underground zum Abfahrtspunkt der Busse anzutreten. |
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| Nach einer weiteren Nachtfahrt kamen wir pünktlich am Freitag, 20. Februar, voller neuer Eindrücke und Koffer mit Mitbringsel müde am GUS an. |
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| Im Namen der Begleitlehrer und -lehrerinnen möchte ich mich bei allen Schülern und Schülerinnen für die tollen Tage in London bedanken. Ihr habt gezeigt, dass es selbst für eine solch große Gruppe möglich ist, London mit viel Spaß zu erkunden und zu erleben. Wir hoffen, dass ihr noch lange gern an die Fahrt zurückdenken werdet. |
Andrea Köppel |