Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

28. Juli 2009: Oberbürgermeister Dr. Vöhringer übernimmt Patenschaft


Drei Tage lang beschäftigte sich die gesamte Schule mit dem Thema Ausgrenzung, Mobbing und Gewalt. Mit diesem Projekt gab die Schülermitverantwortung (SMV) ihrer einjährigen Amtszeit einen markanten Akzent. Vertrauenslehrer Dr. Schütze lobte das außerordentliche Engagement der SMV-Spitze. Die vier Schulsprecher(innen) Annina Blum, Jelena Puljiz, Juliane Hoss und Heiko Harms sowie Isabell Enssle investierten viel Zeit und Energie in die Vorbereitung und Durchführung der Projekttage.


Mit einem kurzen Anspiel führten die Siebtklässler, deren Projekttage eine ganze Woche umfassten, in die Thematik ein.


OB Dr. Vöhringer, Schulleiter Maier, der Stellvertretende Schulleiter Schmitt sowie viele Schülerinnen und Schüler folgten in der Aula gebannt der Auseinandersetzung auf der Bühne.


Juliane Hoss erläuterte das Konzept der Initiative "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", der sich bisher mehr als 600 Schulen angeschlossen haben.


Sie alle wollen künftig nicht mehr wegsehen, wenn Mitschüler ausgegrenzt und drangsaliert werden.


Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer überraschte viele mit einer Zahl: Ca. 35% aller Einwohner von Sindelfingen sind Ausländer oder haben einen Migrationshintergrund. Dank einer intensiven Integrationspolitik habe es allerdings keine nennenswerten Vorfälle und Probleme mit Zuwanderern gegeben. Er übernehme deshalb gern die Patenschaft für ein Projekt, das sich in den Dienst der Integration stelle.


Schulleiter Maier freute sich, dass das Gymnasium Unterrieden nun als zweite Schule im Kreis Böblingen diese Selbstverpflichtung eingegangen sei. Der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" sei kein Preis, sondern ein Auftrag, der Tag für Tag umzusetzen sei.


In Zeichnungen, Collagen, Rollenspielen und Filmen setzten sich die Schülerinnen und Schüler unter der Regie der Klassenstufe 12 mit Gewalt und Ausgrenzung auseinander.