Wenn Engel reisen ... strahlt (meistens) der Himmel

12.-19. Mai 2009: Schullandheim der Klasse 6d

Wir, die Klasse 6 d, besuchten vom 12. bis 19. Mai mit unseren Klassenlehrern Frau Köppel und Herrn Fleig das Schullandheim in Nieblum auf Föhr.


Nach einer langen Zug- und Fährfahrt mit Umsteigen in Hamburg und Dagebüll fanden wir ein in zwei Trakte aufgeteiltes Haus vor, jeweils mit Viererzimmern für Jungen bzw. Mädchen. Zwischen den zwei Trakten gab es einen Gemeinschaftsraum mit Berta, unserem Wasserspender, wo man sich tagsüber treffen konnte.


Um das Schullandheim herum gab es große grüne Flächen und in zwei Minuten war man über der Düne und direkt am weißen Strand.


Besonders das Fußballfeld, das Beachvolleyballfeld und das Trampolin mit Klettergerüst hat uns gefallen.


Wir unternahmen gleich am Mittwoch eine Wattwanderung, auf der uns Herr Fischer auf acht Kilometern sehr viele im Watt lebende Tiere zeigte.


Wir sahen: verschiedene Muschelarten, Krebse und auch Seehunde.


Nach der Wattwanderung kam es zur Einlösung der Klassenwette, bei der wir ausgemacht hatten, dass alle bis zu den Knien in die Nordsee waten mussten.


Viele vergnügten sich auch komplett in Badekleidung im Wasser, denn das Wetter war, wie fast die gesamte Zeit, super mit strahlendblauem Himmel und Sonnenschein.


Am Abend, so ca. gegen 19.00 Uhr trafen wir eine Frau von der Schutzstation Wattenmeer, um mit ihr dann einen Fakellauf zu unternehmen.


Sie erzählte uns Geschichten, z.B. wie Wyk zu seinem Namen kam (das ‚oink, oink' eines Schweines, das die Sturmflut überlebte, hörte sich für die Bewohner so an, also nannten sie die Stadt ‚Wyk')


oder warum der hässliche Ole schuld daran ist, dass es Ebbe und Flut gibt (durch seine Hässlichkeit erschreckt er jedes Mal, wenn er über den Deich schaut, das Meer, das sich zurückzieht und erst nach einer Weile wieder an den Strand traut).


Der Donnerstag war nicht so anstrengend wie der Mittwoch, war aber dafür kalt und windig.


Zusammen mit einem Experten von der Schutzstation Wattenmeer sammelten wir verschiedenste Wattbewohner, Tiere und Pflanzen, ein


und untersuchten sie später unter Binokularen im Wattlabor.


Am Freitag fuhren wir mit der Rüm Hart zur Hallig Hooge. Auch an diesem Tag war es windig, man sagte uns auf dem Schiff, dass es Windstärke 6 bis 7 sei. Die meisten blieben unter Deck, einigen wurde etwas mulmig im Magen, nur ein paar Hartgesottene trotzten dem Wind.


Auf Hallig Hooge besichtigten wir die Kirchwarft, Brackwarft und die Hanswarft, wo wir auch Freizeit hatten und etwas aßen, Andenken kauften.


Während wir am Hafen auf unser Schiff warteten, gab es das erste Wind-Opfer: Hüseyins neue Baseballcap wurde von einer Windböe in die See geschwemmt. Zunächst sah es so aus, als ob wir sie nicht retten könnten, doch als sie wieder in Richtung Anleger getrieben wurde, kletterte Frau Köppel eine Leiter runter und fischte die nach Meerwasser stinkende, komplett durchnässte Kappe aus der rauen See.


Der Samstag war wieder sonnig und wir unternahmen eine Kutterfahrt mit Seetierfang. Wieder erwartete uns eine Frau der Schutzstation Wattenmeer. Sie erklärte uns ein paar Verhaltensregeln.


Dann, als wir das Netz reinholten und den Inhalt in eine Kiste mit Wasser kippten, wurde uns jeweils etwas zu jedem Tier erklärt und wir konnten die Tiere anfassen.


Mit unseren Händen formten wir eine Krabbenautobahn, um einer Krabbe beim seitlichen Rennen behilflich zu sein.


Nach 2 Stunden war der Ausflug schon wieder vorbei und am Nachmittag besorgten wir in Wyk Leckereien für unsere Klassenparty, die am Abend im Aufenthaltsraum stattfinden sollte.


Sie war bestimmt von Lady Gaga


und einer Modenschau mit Herrn Fleig und Frau Köppel als Experten.


Am Sonntag hatten wir fast den ganzen Tag zur freien Verfügung. Am Morgen gingen wir zum Strand, um ein Austernfischernest anzusehen


und wir veranstalten anschließend den Klassen-Sandburg-Wettbewerb. Die Gruppe mit der schönsten Burg gewann.


Am Nachmittag konnten wir herumtollen, toben und spielen. Wir veranstalteten ein Fußballturnier


und übten unsere neu erfundene Sportart Flumbo (dabei muss ein Flummy auf jeder Seite einer Tischtennisplatte aufkommen und dann gefangen werden).


Am Abend grillten wir noch, obwohl es teilweise stark regnete. Jedoch ließ sich unser Grillmeister Herr Fleig davon nicht abhalten und grillte unter einem Sonnenschirm. Geschmeckt hat's trotzdem (oder gerade deswegen).


Am Montag fuhren wir mit der Fähre auf die Insel Amrum. Der Tag war wieder sonnig und wir besichtigten die Dünen auf Amrum.


Wir bekamen dann am Amrumer Strand eineinhalb Stunden Zeit um uns dort umzuschauen, schwimmen zu gehen (was kaum einer machte) oder Sandbunker zu bauen.


Dann gingen wir noch ein bisschen durch die Stadt und lösten unsere Klassenwette ein, indem jeder von uns jeweils zwei Kugeln Eis bekam.


Im Schullandheim angekommen, packten manche noch ihren Koffer, denn morgen stand die Heimreise bevor und mit einer langen Zugfahrt ging eine ereignisreiche Woche mit tollem Wetter zuende, die wir in unserer Schullandheimzeitung zusammengefasst haben. Viel Spaß beim Schmökern wünscht die Klasse 6d!