Chemielabor vor der Haustüre

25. September 2008: Chemisches Schweißen beim S-Bahn-Bau.

Das Schweißer-Team, das mit großem Engagement und Umsicht kompetent und freundlich die schwierige und nicht ungefährliche Arbeit an den Schienen vorgestellt hat. Vielen Dank!


Reaktionsgefäße: Sie entladen die Reaktionsmischung aus Aluminium und Eisenoxid; ...


... gezündet wird dieses Gemisch mit einer Art Wunderkerze; allerdings ist diese hier um einiges größer als die, die wir von Silvester kennen.


Schienenstücke (maximal 120 m lang) werden entweder nach dem Thermitverfahren oder elektrisch mit einander verschweißt. Mit einem Gasbrenner werden die Schienen zuerst vorgewärmt.


Dann wird eine Form um den Spalt gelegt. Die Ritzen werden mit einer besonderen Sandmischung abgedichtet und das Reaktionsgefäß aufgesetzt.


Nach der Zündung des Reaktionsgemisches kommt es zu einer stark exothermen Reaktion (siehe auch Chemiebuch "elemente I " , Seite 71). Hierbei wird das Eisenoxid zu Eisen reduziert und Aluminium zu Aluminiumoxid oxidiert. Die dabei freiwerdende Energie lässt das Eisen in flüssiger Form nach unten abfließen, wo es im Schienenspalt erstarrt. Die Schlacke (Aluminiumoxid) wird abgeschlagen.


Mit besonderen Geräten muss danach die Schienenoberfläche über der Schweißnaht glatt geschliffen werden. Dabei kommt es auf jeden Millimeter an.





Zwei Schülerinnen aus der Stufe 13, Franziska Körner und Sandra Schurdak, hatten die Gelegenheit, zusammen mit den beiden Chemielehrerinnen, Frau Dr. Löbert und Fr. Hauffe, bei diesem Thermitschweißverfahren zuzuschauen.