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Zwischen 1563 und 1616 wurden in Sindelfingen mindestens 17 Frauen als Hexe angeklagt und hingerichtet. Horst Zecha, Leiter des Sindelfinger Kultur- und Schulamts und ehemaliger Archivar, führte die Klasse 7d in diese düstere Epoche ein. Mit vielen Fakten und Dokumenten belegte er seine Ausführungen. |
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Als 1611 in der Martinskirche der Pfarrer Heerbrand Hexerei als mögliche Ursache eines Hagelunwetters bezeichnete, erhob die 70-jährige Witwe Barbara Ada, die schon früher als Hexe verdächtigt worden war, ein "unchristlich Geschrei", da sie sich offensichtlich angegriffen fühlte. Sie wurde angeklagt, kam zunächst zwar wieder frei, wurde aber 1615 erneut der Hexerei bezichtigt. |
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Die angeklagten Frauen wurden im Diebsturm festgehalten und zu den Verhören über die Stadtmauer zum Oberen Torturm geführt. Barbara Ada versuchte sich durch einen Sprung von der Stadtmauer dem Prozess zu entziehen, überlebte den Sturz aber und wurde schließlich verurteilt und hingerichtet. |
Fälschlich wird die Hexenverfolgung immer wieder ins Mittelalter verlagert. In Wirklichkeit fanden die Hexenprozesse überwiegend im 16./17. Jahrhundert statt. Die letzte Hexenverbrennung in Europa hat 1792 in Polen stattgefunden. |