SOFIA- die fliegende Sternwarte

20. September 2011: Exkursion zum Flughafen Stuttgart

Wer oder was ist SOFIA? Hinter diesem Akronym verbirgt sich das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ein Spezialflugzeug, das ab dem 19.09.2011 für drei Tage auf dem Stuttgarter Flughafen Station machte und interessierte Sterngucker zur Besichtigung einlud.

 

9 Unterriedener Schülerinnen und Schüler machten sich mit Frau Hauffe und Herrn Dr. Berger auf den Weg, um sich über den umgebauten Jumbojet des Typs Boeing 474SP mit dem einzigartigen fliegenden Teleskop zu informieren.

 

Eine speziell dafür konstruierte Luke kann sich in 14 km Höhe (2 km oberhalb der normalen Luftfahrtrouten) öffnen und dann schaut aus dem Rumpf der Maschine ein Teleskop mit einem 2,7 m weiten Spiegel in den Himmel.

 

Dieses besondere Teleskop (entwickelt im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt) registriert Teile der Strahlung aus dem Weltraum, die auf der Erde nicht zu sehen sind, weil die Feuchtigkeit der Luft das verhindert. Es bildet einen weiten Bereich des Infrarotlichtss ab, das der Mensch nicht sehen, sondern nur als Wärme fühlen kann.

 

Diese infrarote Strahlung ist allgegenwärtig im Weltall und sie kann im Unterschied zu sichtbarem Licht Staubwolken durchdringen. Diese verhindern, dass wir das Zentrum der Milchstraße, die Galaxie, zu der Sonne und Erde gehören, als helle Sternansammlung am Himmel sehen können.

 

H.-P. Rösner, der Leiter des Instituts für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart, möchte mit dem Flugzeug unter anderem "Sternstunden des Universums" erforschen. "Man hat schon so viele Sterne beim Sterben erlebt. Aber bisher hat noch niemand die Geburt eines Sterns gesehen." Denn Sterne werden in Staubwolken geboren.

 

Freundliche und kompetente Mitarbeiter des Deutschen Sofia-Instituts der Uni Stuttgart führten um und im Flugzeug, beantworteten jede Menge Fragen und vermittelten so eine Spur von Ahnung, wie viel technische und wissenschaftliche Forschung, wie viel Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Disziplinen notwendig ist, damit so ein Projekt erfolgreich durchgeführt werden kann. Wir waren sehr beeindruckt.

 

Dazu besteht in den kommenden Jahren die Möglichkeit, dass sich Schulklassen um einen Mitflug bewerben können, um im Nachtflug einen Versuch durchzuführen. Also wie wäre es?

 

 

"Wärmebild" von unserer Gruppe

 
A.Hauffe/T. Berger
(mit Auszügen der Stuttgarter Zeitung vom 6.9.11)