Rezension von Reinhard Holländer
Fotos von Patrick Kulinski
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| Schon zu Beginn des Schuljahres hatte Herr Walter die Klasse dafür gewinnen können, Balladen als szenisches Spiel einzustudieren und in einen Wettstreit mit den Parallelklassen einzutreten. Auch zum Schluss sollte ein Theaterstück erarbeitet werden: Der Sommernachtstraum von Shakespeare - allerdings nicht das endlos lange Original, sondern eine Version, die Herr Walter vor Jahren schon als "Gedächtnisprotokoll" niedergeschrieben hatte. |
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| Ursprünglich sollte das Stück im Freien vorgeführt werden, aber das derzeit wechselhafte bis schlechte Wetter machte eine Verlegung ins Schulinnere notwendig. Das sorgte zwar für hektische Mehrarbeit - es musste in aller Eile ein Bühnenbild konzipiert und umgesetzt werden - tat der Stimmung aber keinerlei Abbruch. |
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| Mit gehörigem Lampenfieber, aber mit großer Spielfreude wurden die drei Spielebenen umgesetzt: der Athener Fürstenhof um Theseus und seine Braut Hyppolita, die Feen und Elfen im Wald um Oberon und seine Gemahlin Titania, die "Schauspieltruppe" der einfachen Handwerker, die in eben diesem Wald ein Drama einstudiert aus Anlass der Hochzeit von Theseus. |
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| Im Vordergrund stand natürlich nicht die "richtige" Interpretation des vielfältig verwickelten Handlungsablaufs - dafür sind vier Wochen bei Weitem zu wenig - sondern die Pflege des Gemeinschaftsgefühls und der Aufbau eines sinnvollen Sozialverhaltens sowie die Einarbeitung einer Crew in die neue Licht- und Soundtechnik der Schule. Schüler dieser Klasse sollen bei zukünftigen Veranstaltungen diesen nicht einfachen Part übernehmen. |
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| Angesichts dieser Tatsache verbietet sich die Heraushebung Einzelner. Alle haben sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Freude in den Dienst der Sache gestellt und wurden dafür mit minutenlangem Applaus belohnt. |
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| Da zu einem richtigen Fest auch Essen und Trinken gehören, haben sich auch die Eltern "nicht lumpen lassen" und ein Büffet auf die Beine gestellt, das keine Wünsche offen ließ. Aber alles fröhliche Feiern konnte eines doch nicht ganz kaschieren: Wir lassen Herrn Walter nur sehr ungern wieder gehen! |
R. Holländer