Brunnenbau mit Leberkäswecken und Apfelkuchen

Gymnasium Unterrieden sorgt mit einem Langzeitprojekt für sauberes Trinkwasser in Amazonien

Seit einem Vortrag von Willi Hoss im Mai 2001 engagiert sich das Gymnasium Unterrieden für besseres Trinkwasser für die indianische Urbevölkerung im Amazonasgebiet. Das erste Projekt war ein Wasser-Hochbehälter in der Gemeinde Santo Amaro, der die Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt. Zuvor verwendeten sie das von Chemikalien verunreinigte Flusswasser.

Die erforderlichen Arbeiten werden von den Dorfbewohnern selbst durchgeführt. Deshalb identifiziert sich die Bevölkerung auch mit dem Projekt und ist stolz auf das Geleistete. Bezahlt werden müsssen allerdings die Bohrungen nach Grundwasser und die Sachleistungen: Pumpen, Hochbehälter, Röhren usw. In Santo Amaro kam das Geld dafür vom Gymnasium Unterrieden und dem Förderverein des Deutschen Theaters Berlin.

Das zweite Projekt war eine ähnliche Anlage in der Gemeinde Vila Franca. Im April 2004 konnte Projektleiterin Johanna Wrobel wieder einen Scheck über 9.000 € an Gerd Rathgeb, den Vorsitzenden von POEMA Deutschland, übergeben.

Die Ideen für immer neue Aktionen gehen den Schülerinnen und Schülern nicht aus: Eine Beach-Party der Oberstufe erbrachte einen Reinerlös von 500 €. Eine andere Klasse nützte die Apfelschwemme des vergangenen Herbstes für eine Apfelkuchen-Aktion.

Die jetzige Klasse 11a stellte fest, dass sie in ihren Reihen hervorragende Musikanten hatte. Schon war die Idee geboren, ein Konzert zugunsten der Amazonas-Aktion zu veranstalten. Zwischen den einzelnen musikalischen Darbietungen informierten die Schülerinnen und Schüler über die Lage in Amazonien und die Hintergründe des Projekts.

Die Leute von POEMA halten den Kontakt mit Brasilien und sind regelmäßig vor Ort, um den Fortgang der Projekte zu verfolgen. Gerd Rathgeb zeigt der Elternbeiratsvorsitzenden Renate Steinhagen, wo die einzelnen Projekte angesiedelt sind.