Schüler entwerfen Denkmäler gegen Krieg und Gewaltherrschaft

Denkmal für die ermordeten Mitglieder der jüdischen Familie Ullmann / Denkmal für die Opfer des Bombenkrieges in Sindelfingen

Im Herbst 2004 haben zwei Schülerinnen und neun Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 im Rahmen des "Buntstift"-Projekts Denkmäler gegen Krieg und nationalsozialistische Gewaltherrschaft entworfen:

  • ein Denkmal für die ermordeten Mitglieder der jüdischen Familie Ullmann beim heutigen Domo (siehe Bild)
  • ein Denkmal für die Opfer des Bombenkrieges beim heutigen Planiedreieck

Der verbindende Gedanke für die beiden Denkmäler ist es, die "Spannweite" der Opfer von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft zu zeigen - und zwar an authentischen Orten. Integrierte Hinweistafeln sollen zusätzliche Informationen vermitteln.

Im Herbst 2004 hat die Schülergruppe - außerhalb des Unterrichts - die beiden Denkmäler detailliert entworfen. Dabei wurde die Gruppe in dankenswerter Weise über längere Zeit vom Sindelfinger Stadthistoriker Horst Zecha unterstützt.

Dieses Denkmal soll seinen Platz beim damaligen Splittergraben beim heutigen Planiedreieck finden, in dem beim Bombenangriff am 10. September 1944 fünf Menschen umkamen.

Diese Denkmäler wollen die Goldberg-Schüler der Stadt Sindelfingen schenken (für das Ullmann-Denkmal haben sie bereits Sponsoren und Handwerker gefunden).

Die ursprünglich vorgesehenen Einweihungstermine konnten im politischen Bereich nicht realisiert werden. Die "Buntstiftler" bieten der Stadt Sindelfingen weiterhin ihre beiden Denkmäler an. Ein denkbarer Termin für die Übergabe und Einweihung wäre der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 27.1.2006.

Für beides - für die gestalterische, organisatorische und finanzielle Erarbeitung der beiden Mahnmale gegen Krieg und Gewaltherrschaft sowie für ihr unverdrossenes Durchhalten - verdienen die elf Jugendlichen öffentliche Anerkennung.