Geborgenheit und Bildung

Martinsschüler helfen Waisenkindern in Nepal

Das Engagement der Martinsschule in Sindelfingen geht auf ein Praktikum von Stefan Groß an dieser Schule zurück. Nach dem Abitur am Gymnasium Unterrieden und während seines Studiums der Pädagogik an der Universität Würzburg kam er mit dem Aalener Verein Govinda e.V. in Kontakt, der in Nepal ein Waisenhaus und eine Internationale Schule betreibt. Im Shangri-La Waisenhaus leben zur Zeit 51 Kinder zwischen einem halben Jahr und dreizehn Jahren. Details über die Arbeit von Govinda e.V. kann man auf der Webseite www.waisenkind.de finden.





Das Shangri-La Waisenhaus liegt im Kathmandu-Tal nahe der nepalesischen Hauptstadt. Diese Kinder hatten kein Zuhause, bevor sie im Waisenhaus einen Platz erhielten.

Manchmal lassen die Mütter ihre Kinder allein im Gebirge zurück, weil sie nichts haben um sie zu ernähren. Häufig werden Kinder auch zurückgelassen, wenn die Mütter sich ein zweites Mal verheiraten. Die Kinder aus erster Ehe sind dann unerwünscht.

Es kommt auch vor, dass Mädchen, Frauen und Mütter von ihren Vätern und Männern verkauft werden. Viele Kinder sind sich selbst überlassen.

Einige Kinder des Waisenhauses stammen auch aus Lepra-Kolonien, wo sie nur mit dem Nötigsten versorgt wurden. Von Schulbildung kann dort keine Rede sein.

Obwohl sie dringend nötig wäre, gibt es in den Lepra-Kolonien kaum eine ärztliche Betreuung. In Nepal kommt auf 60.000 Menschen ein Arzt.

Eine Ausstellung in der Städtischen Galerie in Sindelfingen baut eine Brücke nach Nepal. Die nepalesischen Kinder sind stolz darauf, dass die von ihnen gefertigten Gebetsfahnen im fernen Europa Käufer finden.

An erster Stelle steht auf den Fahnen der Wunsch nach Frieden. Inzwischen wurden mehr als 500 € gespendet.

Bilder, Gebetsfahnen, Gebetsmühlen, eine Dia-Show, Musikvorführungen, nepalesische Spezialitäten und eine Teestube lockten zahlreiche Besucher in die Galerie.

Dass der Sindelfinger Friedenspreis 2005 an die Sindelfinger Martinsschule vergeben wird, ist sicher auch ein Verdienst der Sechstklässler Senad und Dennis, die mit ihrer gekonnten Präsentation die Delegiertenkonferenz beeindruckt und überzeugt haben. Großes Kompliment an euch beide! Man sieht daran, dass zum Tun des Guten auch das Zeigen und Darüber-Reden gehört. Genau so versteht sich auch der Sindelfinger Friedenspreis: Er will zeigen, was an Schulen in Sachen Frieden und Verständigung geleistet wird, und zur Nachahmung anspornen.