Theodor Fontane

*30.10 1819
+20.9 1898

Textprobe

Am 30. Dezember wurde Heinrich Theodor Fontane in Neuruppin geboren. Er ist das erste von 4 Kindern. Seine Eltern sind Louis Henri Fontane und Emilie Labry. 1826 siedelt die Familie nach Swinemünde über. Dort darf Theodor nach dem Willen seiner Mutter nicht in die Schule gehen, sondern wird von einem Privatlehrer unterrichtet.

1832 schickt ihn sein Vater auf eine Berliner Realschule. Dort wohnt er bei seinem Halbbruder August und dessen Frau Philippine.

1839 tritt Theodor das erste Mal öffentlich als Schriftsteller in Erscheinung mit der Erzählung "Geschwisterliebe", die im Berliner Figaro in Fortsetzung gedruckt wurde. 1840 setzt er seine Apothekerausbildung in Magdeburg fort. Ein Jahr später zieht er nach Leipzig, wo er sein Interesse an England entdeckt und Georg Herwegh sein Vorbild ist. Später zieht er dann nach Dresden, wo er in einer Apotheke arbeitet. Er veröffentlicht für die Leipziger Zeitung "Die Eisenbahn".

1843 geht Theodors Freund Bernhard von Lepel einmal mit ihm in den Berliner Dichterverein "Der Tunnel über der Spree", bei dem Fontane ein Jahr später aktives Mitglied wird und es auch 21 Jahre lang bleibt. Er trifft dort einige Persönlichkeiten wie den späteren Nobelpreisträger Paul Heyse, Felix Dahn, Theodor Storm und Gottfried Keller.

1844 macht Fontane seine erste Reise nach England mit seinem Freund Hermann Scherz.

1845 am 8.12. verlobt sich Fontane mit Emilie Rouanet-Kummer. Aber bis zur Vermählung dauert es noch 5 Jahre, weil Theodor an chronischer Finanznot leidet. Während dieser Zeit zeugt er mindestens 2 unheheliche Kinder.

1847 besteht er sein Staatsexamen in Pharmazie und wird zum Apotheker erster Klasse ernannt. 1849 gibt er die pharmazeutische Karriere auf. In einem kleinem möbliertem Zimmer konzentriert er sich auf seine literarische Arbeit und schreibt einige Balladen wie z.B. "Männer und Helden".

1850 heiratet er Emilie und im Jahr darauf wird sein erster ehelicher Sohn geboren. Er ist das erste von 4 Kindern.

1853 Nach einem Londonaufenthalt wird er bei der Adler-Zeitung England-Spezialist und verbessert dadurch seine Stellung.

1855 geht Fontane für 3 Jahre nach England. 1860 wird er in Berlin zum Redakteur der Neuen Preußischen Kreuzzeitung. Zu diesem Job hat ihm ein Freund des Tunnelclubs verholfen. Fontane bleibt etwa 10 Jahre bei dieser Zeitung.

1870 kündigt er der Kreuzzeitung und wird Theaterkritiker bei einer anderen Zeitung.

1872 zieht die Familie Fontane das letzte Mal um und wohnt bis zu Theodors Tod in Berlin.

1880 erscheint der erste Roman in dem typischen "Fontane-Stil"; er heißt "L'Adultera" (Die Ehebrecherin) und gilt als erster Berliner Eheroman. 1882 wird "Der Schach von Wuthenow" veröffentlicht. Fontane bringt von nun an Jahr für Jahr einen neuen Roman heraus.

1887 stirbt sein erster Sohn George an einem Blinddarmdurchbruch. 1892 wird Fontane schwer krank. Es beginnt mit einer Erkältung, die sich zu einer schweren Grippe entwickelt und endet schließlich mit einem totalen Nervenzusammenbruch. Als Therapie soll Fontane über seine Kindheitserinnerungen schreiben. 1894 wird das Buch "Meine Kinderjahre" ein voller Erfolg.

1895 kommt der große Durchbruch mit dem Roman "Effi Briest". Es ist das bekannteste von Fontanes Werken. Auch ein sehr bekannter Roman ist "Der Stechlin".

1898 am 20.9. stirbt Heinrich Theodor Fontane im Alter von 78 einen schönen Tod.