Nikolaus Lenau wurde am 13.8.1802 in Csatad geboren.
Sein Vater starb, als Lenau 5 Jahre alt war. Nach dem Tod des Vaters begann für die Familie Lenau ein schwere Zeit.
1811 heiratet Lenaus Mutter den Arzt Dr. Karl Vogel. Mit diesem ziehen sie nach Pest, wo Lenau das deutsche Piaristengymnasium besucht und auch Privatunterricht in Geige und Gitarre bekommt.
Wie seine Mutter war Nikolaus religiös, was später einen Widrstreit mit seine atheistischen Anschauungen verursacht.
Als Kind unternahm er oft Streifzüge durch den Wald, er war sehr naturverbunden.
1816 zog die Familie nach Tokaj um. Hier verlebte Lenau eine glückliche Jugend. Sein Hauslehrer Kövesdy sagte ihm als erster eine große Zukunft voraus. Aber Kövesdy starb früh, was für Lenau ein scherer Schlag war.
Aus Geldmangel zogen sie zurück nach Pest, wo sie in einer Friedhofskapelle einen Unterschlupf fanden. Diese Not und die Friedhofsathmosphäre verursachten erste Melankolie bei Lenau.
1818 bestand er die Prüfung der zweiten Humanitätsklasse, und verließ seine Mutter in Richtung seiner wohlhabenden Großeltern.
1820 erwachte nach einer Begegnung mit dem Dichter Anton Schurz seine Neigung zur Dichtkunst.
Er fing in Wien an zu studieren, wechselte aber ständig das Fach aufgrund seiner vom Vater geerbten Rastlosigkeit.
1821 hat er eine Beziehung zu Berta Hauer, die uneheliche Tochter einer Haushälterin. Von dieser bekommt er fünf Jahre später ein Kind, bei dem allerdings nicht sicher ist, ob Lenau wirklich der Vater ist, da Berta zur gleichen Zeit auch Beziehungen zu anderen Männern hatte. Trotzdem nahm er seine Vaterrolle sehr ernst.
stirbt seine Mutter an Krebs. Im gleichen Jahr erscheinen erste Veröffentlichungen Lenaus unter seinem Pseudonym.
1830 stirbt seine Oma und hinterlässt Lenau eine große Erbaschaft. Da bricht er sein Medizinstudium ab un geht nach Deutschland, da er in Österreich unter der Zensur leiden würde.
Er gelangt nach Stuttgart, wo er von dem Professor, Redakteur und Dichter Gustav Schwab aufgenommen wird. Es beginnt ein neuer Lebensabschnitt in Lenaus Leben. Schwabe wird seine neue Heimat.
Nun wurde die Zwiespältigkeit seines Wesens sichtbar. Einerseits seine Zartheit und Gemühtsweichheit, anderereseits war er dämonisch, schwermütig und leidenschaftlich und auf der Suche nach einem ruhigen, zärtlichen Glück.
1832 erscheint sein erster Gedichtsband.
Wenig später hat er eine Beziehung mit Lotte Gmelin,der Nichte Schwabs. Sie war auch das Schiflottchen in seinen Schilfliedern.
Er liebt Lotte zwar sehr, aber sein Schwermut verbietet es ihm ,,diese himmlische Rose an mein schwaches Herz zu heften", wie er selbst sagt.
Deshalb geht er von Stuttgart nach Heidelberg, was wohl als Flucht vor seiner Geliebten gesehen werden kann. Sein Seelenzustand verdüstert sich.
1833 lernt er in Wien Max Löwental und dessen Frau Sophie kennen. Sophie ist seinen große Liebe, von der er sich nie mehr befreien konnte.
Sophie empfand eine besitzergreifende Liebe zu Lenau, aber sie wollte nicht auf ihre gesicherte Existenz un den Wohlstand verzichten.
In dieser Zeit schreibt er den Faust, indem er sein eigenes Leiden beschreibt, und den Savonarola, in dem seine tiefe Gläubigkeit zum Ausdruck kommt.
Er lebt bei den Löwentals, wo Sophie täglich um ihn ist. Er schreibt ihr täglich Liebesbriefe, die er als Zettel bezeichtnet.
Mit der Zeit werden diese Zettel immer trauriger und schwermütiger.
Lenau erkennt: Sophie ist wie ein Dämon, der ihn in den Wahnsinn treibt und von dem r sich nicht losmachen kann.
1842 schrieb er den Don Juan und die Albigenser, aber der Kampf in seinem Innern setzt sich fort. Er hat häufig Fieberträume und wird schon fast wahnsinnig. Erst in Wien findet er wieder zu seiner Naturverbundenheit zurück und auch zu sich selbst.
1843 schreibt er die Waldlieder.
1844 verlobt er sich mit Marie Behrends.
Daraufhin will er sich von Sophie die Erlaubnis dazu holen, aber die rechnet ihm vor, dass er nicht in der Lage sei, eine Familie zu ernähren und gleichzeitig seinen Lebensstil beizubehalten.
Er bekommt qualvolle Selbstzweifel.
Während seinen hektischen Hochzeitsvorbereitungen erleidet er einen Schlaganfall, auf den ein Tobsuchtsanfall folgt.
Er muss schließlich in der Zwangsjacke in die Irrenanstalt nach Winnental gebracht werden.