Joachim Ringelnatz

Dichter und Maler

(bürgerlicher Name: Hans Bötticher, weitere Pseudonyme:
Pinko Meyer, Fritz Dörry, Gustav Hester)
07.08.1883 geboren in Wurzen/ Sachsen
Verweis vom Staatsgymnasium
Besuch einer Privatschule bis Obersekunda
als Schiffsjunge, Matrose und Freiwilliger bei der Marine tätig
ab 1905 kaufmännische Lehre; Hausmeister in einer Pension;
Lehrling in einer Dachpappenfabrik; Angestellter in einem Reisebüro
1905 Vortrag einiger seiner Verse im Künstlerlokal "Simplicissimus" in München-Schwabing.
eröffnet einen eigenen Tabakladen => Schließung nach 9 Monaten
1907 verdient Lebensunterhalt als Bibliothekar sowie
als Fremdenführer auf einer Burg
1914 meldet sich als Freiwilliger und zieht in den Krieg
danach arbeitet in einer Gartenbaumschule und
als Archivar in einem Berliner Verlag
1920 Engagement an der Berliner Kleinkunstbühne "Schall und Rauch"
und Tourneen im ganzen Deutschsprachigen Raum.
1921 Entstehung seines Pseudonyms "Ringelnatz"
(Seemännische Bezeichnung für Seepferdchen)
1933 Auftrittsverbot in Deutschland
17.11.1934 Joachim Ringelnatz stirbt verarmt

einige seiner Werke:

1911 "Was ein Schiffsjungen-Tagebuch erzählt"
1912 "Die Schnupftabakdose"
1913 "Ein jeder lebt's"
1920 "Kuttel Daddeldu", "Turngedichte", "Jugendgedichte"
1922 "Die Woge"
1924 "Nervosipopel. Elf Angelegenheiten"
1927 "Reisebriefe eines Artisten"
1928 "Allerdings", "Gedicht dreier Jahre"
1929 "Flugzeuggedanken"
1931 "Mein Leben bis zum Kriege", "Kinder-Verwirrbuch"
1934 "Der Nachlass"