Genetik zum Anfassen

Exkursion des Neigungskurses Biologie nach Hohenheim - 22. Febr. 2005

Am 22. Februar 2005 traf sich der 4-stündige Biologiekurs von Frau Pipa-Wieloch morgens um 9.00 Uhr zu einer Exkursion im Institut für Genetik in der Universität Hohenheim. Nach langem Suchen des richtigen Gebäudes und auf Grund verschneiter Straßen kamen einige ein wenig später, was den gesamten Ablauf jedoch nicht verzögerte.

 

Nachdem sich alle eingefunden hatten, bekamen wir hier eine kurze Einführung in die Genetik allgemein und speziell zu unserem Polymerase- Kettenreaktionspraktikum. Diese PCR dient zur Vermehrung von bestimmten DNA Teilabschnitten. Hierbei merkten wir sehr schnell, dass zum Biologiestudium gute Englischkenntnisse nötig sind.

 

In Gruppen aufgeteilt wurden uns genau die einzelnen Schritte zur PCR erläutert.

 

Um die PCR durchführen zu können müssen 8 verschiedene Substanzen in sehr geringen Mengen (insgesamt nur 50µl) in ein PCR- Reagenzröhrchen pipettiert werden. Wie ihr auf den oberen Bildern sehen könnt kamen wir hier zum Einsatz. Dies musste sehr schnell erfolgen, da der Vorgang der PCR durch Wärme eingeleitet wird.

 

Das fertig gefüllte Reagenzröhrchen wurde anschließend in das Gerät mit dem blauen Deckel gestellt. Dieses Gerät vollzieht den PCR- Prozess durch die vorher programmierten Temperatur- und Zeitzyklen.

 

Dann war erst mal Warten angesagt... Um diese Zeit sinnvoll zu nutzen, stellten wir das später benötigte Agarose-Gel her. Dieses ist der Hauptbestandteil der Agarose-Gelelektrophorese, welche das PCR-Produkt identifiziert ...

 

... und unter bestimmtem Licht sichtbar macht. Bei der Prozedur der Agarose-Gelelektrophorese, wird die DNA in das Agarose-Gel eingebracht und anschließend wird eine Spannung angelegt. Dann bewegen sich die kürzeren DNA-Stränge schneller als die längeren auf den Pluspol zu.

 

Um uns einen Einblick in das Leben eines Biologiestudenten zu gewähren führte uns Herr Maier durch die einzelnen Räume. Uns wurde alles gezeigt, von der Mikrowelle bis zum ausgestatteten Labor.

 

Bei der Führung durften wir uns zuletzt noch die Fruchtfliege Drosophila, mit welcher in Hohenheim gearbeitet wird und von welcher auch die DNA stammte, unterm Mikroskop anschauen. Wir bestaunten Männchen, Weibchen und eine Mutante, welche statt der Fühler Beine auf dem Kopf hatte.

 

Ganz zum Schluss wurden wir noch mit Informationen eines Professors der Universität überhäuft.

 

Wir danken den Professoren und Studenten, welche uns einen Einblick gaben. Vielleicht sehen wir diese in ein paar Jahren als Biologiestudenten wieder ;-)

 

Elke Kurtz und Pia Philippi