Exkursion des Geographie LKs im Hegau
Am 25 - 27. September 2026 ist der Geographie LK unter der Leitung von Frau Venus und Frau Fock auf Exkursion ins Hegau gefahren, um die einzigartige Landschaft, bestehend aus Vulkanüberresten und glazialen Hohl- und Vollformen, zu untersuchen, - beides Schwerpunktthemen im Abitur 2027.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln verlief (fast) reibungslos, und so konnten wir uns direkt nach Ankunft zum Hohentwiel begeben, um den geologischen Lehrpfad zum Vulkanismus im Hegau zu erwandern. Am Infozentrum Hohentwiel konnten wir uns auf den Vulkanlehrpfad einstimmen und bekamen auch viele Infos zur abwechslungsreichen Geschichte der Burg Hohentwiel.

Vor knapp 13 Mill Jahren begann im Zuge der Alpenentstehung die Vulkanaktivität im Hegau. Vor 6-7 Millionen Jahren entstand der Hohentwiel – es entstand allerdings kein klassischer Vulkankegel, da die Magma, da sehr dickflüssig, unter der Oberfläche erstarrte. Belege für den Vulkanismus gibt es dennoch zu Hauf: Tuffgestein (verfestigte Asche), Lavabomben und Lapilli (sehr kleine Lavabomben von denen jeder mindestens einen fand),

und natürlich der Hohentwiel selber – eine Schlotpfropfen aus Phonolith durch den Rheingletscher herauspräpariert. Neben dem Hohentwiel gibt es 9 weitere Vulkanreste im Hegau – auch des Herrgotts Kegelspiel genannt.


Durch den höchstgelegenen Weinberg Deutschlands ging es dann wieder hinab nach Singen.

Im Hegau Museum konnten wir uns mit weiteren geologischen Zeugnissen auseinandersetzen, uns aber auch mit der Kulturlandschaft des Hegaus vertraut machen. Sehr eindrücklich erlebten wir, wie die Rentierjäger in diesem Raum während der Würmeiszeit gelebt haben müssen – besonders ihre Mode hatte es uns angetan.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen des Rheingletschers. Per Bike erkundeten wir die Landschaft rund um Radolfzell. Alessia und Selma führten uns zu den geomorphologischen Highlights und erklärten sie uns im Rahmen ihrer GFS:

Erster Stopp: Der Mindelsee, ein Zungenbeckensee. Zweiter Stopp: Drumlin (tropfenförmige Vollform in der Grundmoränenlandschaft). Dritter Stopp: Mittagspause auf dem Bodanrück mit perfektem Ausblick auf die Alpen und einem weiteren kleineren Drumlin.

An Lössablagerungen, Endmoränenwall und Toteislöchern kamen wir ebenfalls vorbei. Das Toteisloch – der Buchensee lud zur Kaffeepause mit Bademöglichkeit ein (natürlich überwacht!).
Den Abschluss bildete das Aachried – eine (z.T. anthropogen unterstützte) Verlandungszone des Bodensees an der Mündung der Aach.

In Radolfzell zeigte sich der Bodensee dann im Sonnenuntergang noch einmal von seiner schönsten Seite.

Am Sonntag ging es früh nach Hause mit einer Ankunft zu Mittagszeit, alle waren erschöpft aber glücklich, mit neuem Wissen.
von Helene und Silas – Bilder von Kursmitgliedern, Frau Venus und Frau Fock
